Der in
Uroumieh/Iran geborene Maler Farnoosh Ashrafi war eine der interessantesten
Entdeckungen der Hamburger Kunsttreppe der letzten Jahre, dessen Arbeiten
erstmals im Jahr 2001 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt
wurden. Farnoosh Ashrafi. kam im Alter von 15 Jahren nach Deutschland,
wo er seine Schulzeit zum Abschluss brachte und ein Studium mit den
Schwerpunkten Grafik-Design und Illustration an der Hamburger Fachhochschule
absolvierte. Von früh an galt seine eigentliche Neigung der Malerei,
in der er sich mit Atelierausbildungen und Malreisen konsequent weiter
schulte.
Farnoosh
Ashrafis häufig gewählter Ausgangspunkt für seine Gemäldekompositionen
ist die Zeichnung. In seinen Skizzen sammelt er täglich Wahrnehmungen
und Motive, die ihn besonders reizen und herausfordern, in ihnen fixiert
er seine Ideen. Seine Zeichnungen sind zumeist gegenständlicher
Natur, seine Malerei dagegen stilisiert er bis in die Nähe der
reinen Abstraktion. Beim Betrachter wecken daher seine großformatigen
Acryl- und Ölarbeiten auf Leinwand vielerlei Assoziationen. In
seinen aktuellen Werkgruppen dominieren Naturtöne, die Konturen
und Kompositionen lassen Anmutungen von Architektur und anderen Elementen
der gegenständlichen Dingwelt erahnen. Sein künstlerischer
Ausdruck fußt in der Malerei der zweiten Moderne der Nachkriegszeit,
die sich über die Stilmittel des Informel und des abstrakten Expressionismus
in seinen Werken wieder finden. Licht, Farbe und Atmosphäre finden
sich ein zur Erschaffung assoziativer Traumarchitekturen, Landschaften
und geheimnisvoller Interieurs. Räume und Träume sind das
Motto der Malerei Ashrafis, in der er innere und äußere Wirklichkeiten
zusammen bringt. Farnoosh Ashrafi lebt und arbeitet in Hamburg. "Hamburger
Abendblatt - P.T. Hoffmann"